Elke Sommer: Die offizielle Website - Lebenslauf Seite 2
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Lebenslauf - Seite 02    


 

Ab 1950 besuchte Elke Sommer das Humanistische Gymnasium in Erlangen, das Fridericianum. Dort war sie eines von insgesamt fünf Mädchen; die übrigen fünfhundert Schüler waren Jungen, und Griechisch und Latein waren Pflichtfächer.
Schon bald zeigte sich, dass die kleine Elke es nicht mit der Mathematik hatte, zum Ausgleich aber über ein außerordentliches Gefühl für Sprache verfügte. Noch heute konjugiert sie spielend jedes lateinische Verb und dekliniert Pronomina, und das buchstäblich zwischen Suppe und Kartoffeln.


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Neben der Sprachbegabung war ihr künstlerisches Talent dermaßen auffällig, dass ihre Eltern gern bereit waren, ihre einzige Tochter dahingehend zu fördern. Ein Freund der Familie, der Maler Peter Bina, gab Elke Unterricht, und dafür verzichtete sie auf Dinge, die anderen Heranwachsenden ihres Alters wichtig waren. Elke Sommer war schon fast dreizehn Jahre alt, als sie ihr erstes Kleid bekam. Bis dahin hatte sie die abgelegten Sachen eines Jungen getragen, der bei ihnen in der Nachbarschaft wohnte.


 

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Die Natur vor der Haustür war nicht nur Spielplatz, sondern bot zugleich auch Inspiration. Mit Wasserfarben, wie jedes Kind sie in der Schule benutzt, bannte Elke Sommer Szenen ihrer Kindheit auf schlichtes Zeichenblockpapier: Wiesen, Wälder, Seen, Häuser, Tiere ... die Zigeuner, die sich in der Gegend aufhielten, hatten es ihr ganz besonders angetan, und die Eindrücke, die sie in dem Kind hinterließen, verarbeitete sie in späteren Jahren in vielen ihrer Gemälde.


Wie so viele kleine Mädchen war auch Elke Sommer ein „Papa“-Kind; ihr Vater war ihr Ein und Alles, und sie respektierte und bewunderte ihn. Von früher Kindheit an lehrte er sie, allen Lebewesen mit Ehrfurcht und Liebe zu begegnen. Wenn er unter der Woche seine Predigt vorbereitete, setzte sie sich gern zu ihm und versuchte, mit der Frage zu stören:

 

„Predigen wir Sonntag wieder?“ Worauf der Vater schmunzelnd entgegnete: „Benutzen wir wieder den Pluralis Majestatis?“


Pfarrer Schletz ließ seine Tochter also aktiv teilhaben an seinem Leben, doch musste er leider auch hilflos mitansehen, wie sie bald schon aktiv teilhatte an seinem Sterben.


Es war eine mysteriöse Erkrankung, die ihn 1955 ereilte. Es begann mit schmerzhaften Gallenkoliken, denen nicht beizukommen war, und eine verpatzte Operation brachte das Ende. Elke Sommer war vierzehn Jahre alt, als ihr Vater starb, ein Verlust, den sie zeit ihres Lebens nicht verwinden sollte.

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