Elke Sommer: Die offizielle Website - Kunstkritik Prof. Dr. Ulrich Gehre
(c) 2009 www.elkesommeronline.com

Kunstkritik Prof. Dr. Ulrich Gehre  



ELKE SOMMER - ANALYSE UND BESCHREIBUNG IHRER KUNST


Priester im Ornat, die sich aller steifen Würde ledig, barfuss in einem drolligen Reigen drehen, ein Bäuerlein, das mit dem aufgespannten Regenschirm seine Frau vor der unerbetenen Visitenkarte eines weissen Vogels schützt; ein kleiner Hund, der ungebärdig an seinem Frauchen aufspringt; eine lila gekleidete Dame, die sich über einer üppigen Calla-Wildnis in einer Gartenschaukel wiegt - das ist die Welt, die uns durch die Kunst von Elke Sommer nahegebracht wird.


Schon in früher Kindheit war die Malerei für sie Teil ihrer Existenz, und die meisterhafte Kunstfertigkeit in dieser Art von Malerei verdient grössten Respekt und Anerkennung. Im Laufe der Jahre hat Elke Sommer ihren eigenen, sehr persönlichen Stil entwickelt. Ihre Malerei spiegelt viel von Henri Rousseaus Kunst, der der weltberühmte und grossartige Begründer der Naiven Malerei ist. Ebenso zeigt ihre Kunst ein grundlegendes und tiefgreifendes Verständnis für Leger und Gauguin. Trotz aller dieser Einflüsse grosser Künstler hat Elke Sommer ihren sehr besonderen und unverwechselbaren Stil gefunden.


Elke Sommers Kunst spielt thematisch hauptsächlich in der bäuerlichen Welt, was einen unsagbaren Kontrast zu ihrer eigenen Wirklichkeit darstellt. Die Malerin und Schauspielerin lebt in den grossen Städten der Welt. In ihren Gemälden wird ihr starker Wunsch nach einer idyllischen Welt in einer unschuldigeren Zeit ganz offensichtlich. Dort, auf dem Lande und in der ersehnten “heilen Welt”, sieht sie die inzwischen weithin verlorene paradiesische Unmittelbarkeit des Lebens. Eine Paradiesinsel in einer grauen, fried- und freudlosen und zudem höchst kriegerischen Welt.


Mit grossem Talent und dem unumstösslichen Glauben an Fantasie und Märchen, kreiert die Künstlerin Wesen - Frauen in langen Gewändern, spielende Kinder in fröhlicher Unbefangenheit, Männer mit schwarzem Zwirbelschnurrbart; Menschen mit Hüten, die “behütet” sind, alle Figuren mit einer Art Familienähnlichkeit.


Daneben und dazwischen aber sind Pferde und Affen, Seite an Seite mit lustig wirkenden Tieren der Wildnis, wie beispielsweise ein roter Löwe und ein lilafarbener Hund. In ihrer Kunst vermischt sie Realität und Traumwelten frei nach Herzenslust, als ob die Künstlerin dadurch ihre eigene Welt schafft, in dem sie Figuren beider Welten gekonnt miteinander vermengt.


Sicherlich würde es sich die Kunstbetrachtung allzu einfach machen, wollte sie Elke Sommers Bilder schlicht als “naiv” rubrizieren. Ihre unverwechselbaren Szenen, die sie mit vitalem Farbensinn, eminent gut beherrschter Technik und elegantem Auftrag auf die Fläche bringt, sind vielmehr liebenswürdige Kunstwerke, die auf dem Weg vom analysierenden Verstand über das Herz wegen ihrer Unkompliziertheit auch leicht zum Herzen finden.


Professor Dr. Gehre
Kunsthistoriker
Köln, Deutschland

Zurück zur Hauptseite KUNST